ÜBERLEBENS- & INSIDER TIPPS SÜDTIROL

Fragen Sie sich vielleicht: 

Was brauche ich in Südtirol?“, „Warum spricht man da Deutsch und Italienisch?“, UND „Warum soll ich da beim Spaghetti-Essen den Löffel abgeben?“

Antworten darauf und viele interessante Insider für Ihren Südtirol Urlaub erfahren Sie hier!
Freuen Sie sich auf exklusive Insights in den Südtiroler Alltag. Auf unserer Sehnsuchtsort Südtirol Seite lernen Sie Südtirols Regionen besser kennen.
Lernen Sie hier wichtige Südtiroler Verhaltensregeln, um Ihre Südtirol Reise zu überleben.

DENN: Wenn Sie Ihr KLEINFEIN Hotel Südtirol verlassen, sind Sie hier ganz auf sich allein gestellt.

SÜDTIROL GEHEIMNISSE

Was Sie in Südtirol besser vermeiden sollten

In Südtirol lauern Gefahren an jeder Ecke: In jedem Restaurant, auf jedem Wanderweg und auf jeder Wiese. Seien Sie auf diese Gefahren vorbereitet und erfahren Sie hier, was Sie in Südtirol besser vermeiden sollten.

FRUCHT UND FURCHT

In Südtirol sehen Sie den Apfel vor lauter Plantagen nicht mehr. Egal wohin Sie in Südtirol gehen, ein Meer aus Apfelplantagen erwartet Sie fast überall.

Einen Rat geben wir Ihnen hier mit: Wenn Sie die saftige Genussfrucht bei Ihrem Spaziergang verlockend von den Bäumchen ragen sehen, tun Sie es nicht Eva nach und pflücken den Apfel einfach vom Baum.

So mancher Apfelbauer lauert nicht weit und wird Sie schonungslos von seiner Wiese jagen. Kaufen Sie sich den Apfel lieber beim nächsten Obststand: Sie bekommen den vollen Apfel-Power und der Apfelbauer bekommt sein Geld.

Sie dürfen blau machen!

In Südtirol gibt es außer Äpfel viele weitere Baum- und Buschfrüchte, die zum Kosten verführen. Auch Kastanien, Kirschen und Trauben, sollten Sie keinesfalls klauben (Sie wissen schon: Der Bauer liegt auf der Lauer).

Doch eine gute Nachricht haben wir für Sie: Die hoch wachsenden dunkelblauen Berg-Heidelbeeren dürfen Sie bedingungslos naschen – Eine genüssliche und gesunde Stärkung, die bei Ihrem Wanderausflug am Wegrand wächst. Wenn Ihre Finger nach einem Wandertag nicht blau sind, haben Sie etwas verpasst.

Warum dürfen Sie am Donnerstag, den 12. Pilze sammeln und am Freitag, den 13. nicht?

Das hat mit einer Südtiroler Regelung zu tun, die das Pilzesammeln nur an geraden Tagen, nicht aber an Ungeraden, erlaubt.
Haben Sie also am Freitag, den 13. einen schönen Korb voll Schwammerln gefunden und können Ihr Glück kaum fassen, werden Sie beim saftigen Knöllchen vom Förster schnell wieder erblassen.

SO ESSEN SÜDTIROLER

Knödel-Blödel sind Menschen, die zum Verzehr der leckeren Südtiroler Knödel ein Messer in die Hand nehmen.
Die runden Genussknäuel haben eine so weiche Konsistenz, dass man sie ruhig mit der Gabel oder dem Löffel zerteilen kann.

Auch beim Spaghetti-Essen achtet man hier auf das richtige Werkzeug: Sie brauchen eine Gabel.
Und sollte aus Versehen ein Löffel neben Ihrem Spaghetti-Teller gelandet sein – bitte geben Sie ihn ab.

Bei der Zubereitung von Spaghetti ist ebenfalls Vorsicht geboten: Bricht man die Spaghetti, bricht irgendwo ein italienisches Herz.

In Südtirol gibt es Speckbrettln noch und nöcher. Von einheimischen Bauernhöfen, von hoher Qualität und schön schmackhaft.

Ein Tabu ist es hier, den weißen Fettanteil vom Speck wegzuschneiden. Er gehört zum traditionellen Speck dazu und trägt zum einzigartig-perfekten Speckgeschmack bei. Wer das Weiße nicht ehrt, ist das Rote nicht wert.

Die Wortkombination „Verdauungs-Cappuccino“ gibt es nicht und sollte es auch nicht geben; sie wurde erstmals für diese Überschrift verwendet.

Bestellen Sie in Südtirol keinen Cappuccino oder Latte Macchiato NACH dem Essen. Dies hat zwei Folgen: Das Gasthaus kassiert mehr Geld und Sie kassieren einen fragenden Blick vom Kellner.

Italiener trinken Cappuccino nur bis spätestens 11 Uhr vormittags, danach sind Espresso und Macchiato angesagt.

Südtiroler lieben Bier. Und zwar das pure, unverdünnte Hopfengetränk in dunkelgelber Farbe und mit leicht bitterem Geschmack, am liebsten das Forst-Bier.

Hier wird es nicht gern gesehen, wenn sich jemand einen Radler bestellt. Laut Südtiroler wird so das Bier verhunzt, entfremdet und zum „picksiaßen Gesöff“ gemacht.

ACHTUNG!
Einer hat einmal den Knödel mit dem Messer aufgeschnitten. Am nächsten Tag hat er beim Spaghetti-Essen den Löffel benutzt und danach einen „Verdauungs-Cappuccino“ bestellt.
Nachmittags hat er sich einen Radler und ein Speckbrettl bestellt und fing an das Weiße vom Speck wegzuschneiden – Er wurde seither nie mehr gesehen.

DIE RICHTIGE BEKLEIDUNG

Bei den Deutschen ist es bekannt: In der Sauna wird blankgezogen.

Bei den Italienern hapert es hier noch ein wenig: Es gibt einige Vorfälle in Südtiroler Wellnessanlagen, wo Francesca ihr neues Bikinioberteil in der Schwitzkabine zur Schau stellt.
Damit schadet sie den anderen Saunabesuchern, denn durch die hohen Temperaturen, setzen synthetische Badanzüge schädliche Stoffe frei.

Sandalen mit Socken sind in Italien leider nicht so gerne gesehen.
Hier gilt: Entweder dem nackten Fuß im Schlappen alle Luft lassen oder den besockten Fuß im Turnschuh verstecken.

So bequem die Kombination von Sock und Schlapp auch sein mag – Italien ist ein Mode-Ort und hier kommt Stil vor Komfort.

Doch das soll kein Verbot sein: Jeder kann in Südtirol ganz unbekümmert sein Lieblings-Schuhwerk tragen.

Was Sie in Südtirol unbedingt tun sollten

Hier verraten wir Ihnen einige wichtige Südtirol Geheimtipps, die für die Planung Ihres Südtirol Urlaubs von hohem Wert sind. Sie erfahren, was Sie in Südtirol brauchen und unbedingt machen müssen.

Das Wetter in Südtirol ist unberechenbar.

Nehmen Sie sich in Südtirol am besten immer eine Jacke mit, denn hier gibt es Temperaturschwankungen, die Sie so noch nicht erlebt haben.
Der Wetterfrosch „Südtirol“ ändert das Klima von schwül zu kühl im Handumdrehen. Während es hier untertags stark aufheizt, kühlt es gegen Abend genauso stark wieder ab und dann haben Sie besser eine Jacke im Gepäck.

„Layering“ und Zwiebellook sind daher die Antworten auf die Frage „Was zieht man in Südtirol an?“. Ein Unterleibchen, ein T-Shirt, ein Pullover und eine Jacke – so sind Sie auf jede Temperaturschwankung vorbereitet.
Im Sommer kann Ihre Kleidung ruhig luftiger sein, packen Sie dennoch eine Nummer-Sicher-Jacke ein.

Was ist der Südtirol Guest Pass?

Der Südtirol Guest Pass eröffnet Ihnen mühelose Möglichkeiten, Südtirol kostenlos, flexibel und vor allem autofrei zu erkunden.
Mit ihm im Gepäck können Sie alle Verkehrsmittel und öffentliche Seilbahnen in Südtirol kostenlos nutzen. Außerdem erhalten Sie freien Zugang zu rund 90 Museen in Südtirol.

Und nun halten Sie sich fest: In den meisten Südtiroler Hotelbetrieben erhalten Sie den Südtirol Guest Pass kostenlos bei Ihrer Ankunft. Das heißt, Sie können über Ihre gesamte Aufenthaltsdauer alle Ecken Südtirols gratis entdecken.

Ansonsten gibt es folgende Optionen, wobei der Südtirol Guest Pass Preis je nach Alter und Saison variieren kann:

  • Tageskarte: Etwa 15 bis 25 Euro.
  •  7 Tage: Etwa 30 bis 50 Euro.
  •  3 Tage: Etwa 35 bis 55 Euro.


Sie können den Südtirol Guest Pass an folgenden Verkaufsstellen erwerben:

  • Bei den südtirolmobil Verkaufsstellen
  •  in den Südtiroler Tourismusvereinen
  • Online in der südtirolmobil App
  • An den südtirolmobil Fahrscheinautomaten an den Bahnhöfen

 

Weitere Infos: www.suedtirolmobil.info

Zum Händewaschen ist ausschließlich das Waschbecken im Bad vorgesehen. Die Spüle in der Küche bleibt dem Geschirrspülen vorbehalten.

Die Toilette dürfen Sie ganz normal benutzen, so wie sie es gewohnt sind (es gibt auch keine japanischen Überraschungen).
Neben der Toilette befindet sich ein vielleicht für Sie unbekannter Wasserspender: Das Bidet.

Es entstammt der italienisch-hygienischen Alltagskultur und ist für das Reinigen nach dem Toilettengang vorgesehen. In Südtirol wird das Bidet allerdings zu Allem benutzt außer dem eigentlichen Zweck: Hier wird der Schlamm von dreckigen Schuhen entfernt, das Toilettenpapier aufbewahrt oder die Katze gebadet.

Das Leitungswasser in Südtirol ist so rein und gesund, dass Sie hier gar kein anderes Wasser mehr brauchen. Es stammt aus den Bergquellen und Tiefbrunnen und ist laut einiger Laborberichte erstklassig frisch und klar.

Aus diesem Grund brauchen Sie hier gar kein Mineralwasser in Plastikflaschen, die einzig der Umwelt zum Feind werden. Beruhigt können Sie in Südtiroler Gasthäusern einen Krug Leitungswasser bestellen: Genießen Sie kostenlos erfrischendes Premium-Wasser und leisten Sie gleichzeitig einen kleinen Beitrag für die Umwelt.

Südtiroler Seilbahnen: Einfach kurz ziehen lassen.

Die Südtiroler mussten sich an das Leben in den Bergen anpassen: Eine bequeme Möglichkeit musste her, um auf den Berg hinauf und wieder hinunter zu kommen. So kam man auf die bahnbrechende Idee der Seilbahnen357 Liftanlagen gibt es mittlerweile in Südtirol.

Die Südtiroler Seilbahnen ziehen Sie in null Komma nichts in ein wunderschönes Wandergebiet, und während der Fahrt genießen Sie ein unglaubliches Bergpanorama.

PS: Die meisten benutzen hier die Seilbahn nicht, um auf den Berg hinaufzukommen, sondern, um nach der Bergtour knieschonend wieder herunterzukommen.

Der Gruß zu Fuß ist die goldene Regel für das Wandern in Südtirol.

Südtirol hält viele genüssliche Wanderwege für Sie bereit. Völlig kostenlos und fast gedankenfrei können Sie hier das Naturschauspiel bewundern und einzigartige Eindrücke sammeln.
Doch eines sollten Sie dabei im Kopf behalten: Wenn Sie einen Fußgänger kreuzen, geben Sie ihm einen freundlichen Gruß mit auf dem Weg: Guten Morgen, Guten Tag, Servus oder einfach Hallo!
In Südtirol ist das Grüßen beim Wandern üblich und das nicht nur in den Bergen, sondern sogar auf den Waalwegen und Spazierwegen.

Natürlich würde man sich gerne auch in der Stadt grüßen, doch da würde man so vielen Menschen begegnen, dass man pausenlos „Hallo“ sagen müsste.

Mit dem Erwerb der Bikemobil-Card können Sie alle öffentlichen Verkehrsmittel Südtirols kostenlos nutzen. An einem Tag können Sie ein Leihfahrrad ausleihen, das an beliebigen Verleihstationen von beispielsweise „Südtirol Rad“ wieder abgegeben werden kann.

Bikemobil Card Preis:

  • Tageskarte: Etwa 15 (Junior) bis 30 Euro.

Spannende Insider: Was die Südtiroler ausmacht

Südtiroler sind ein Volk mit vielen interessanten und lustigen Eigenschaften. 
Hier lernen Sie vieles rund um die Südtiroler Kultur und erhalten spannende Insights in den Südtiroler Alltag.

Südtiroler hocken gerne zusammen und erzählen Witze, wie zum Beispiel: „Treffen sich Zwei, kommt nur Einer…“.
Sie trinken Wein und Bier und essen Schüttelbrot mit Speck.

Im Hintergrund ertönt lustige Volksmusik vom Hansl mit seiner Ziehharmonika. In der Stube neben dem Ofen sind einige mitten in einer wahrlich wilden Watt-Partie.

Beim „Watten“ stellt Sie ein Südtiroler in den Schatten.
Das Kartenspiel „Watten“ ist in Südtirol das beliebteste Spiel überhaupt.
Von Klein auf ist das Watten ein fester Bestandteil der Südtiroler Freizeit und hier kann es schnell zu hitzigen Diskussionen kommen, sowohl politisch als auch spieltechnisch.
Meistens wird nämlich im Zweierteam gegen ein anderes Zweierteam gespielt, und wenn der Teampartner ein missliches Manöver macht, bekommt er auf den Deckel.

Der Panda 4×4
Südtiroler mussten sich an die steilen Bergstraßen anpassen. Deshalb haben sich die meisten einen Fiat Panda zugelegt und zwar mit 4×4-Antrieb. Im Vergleich zur Autobahn wendet sich hier das Blatt: In den Bergen fährt der Fiat Panda dem BMW dicht auf.

Die Ape
Ein weiteres Lieblingsfahrzeug der Südtiroler ist die Ape, bzw. der Dreiradler. Der Mix aus Scooter und Transporter kommt den Südtirolern ganz gelegen, um bequem von A nach B zu kommen und dabei Zeug zu transportieren.
Vor allem bei den jungen Südtirolern ist die Ape sehr beliebt, da man den Führerschein bereits mit 14 Jahren machen darf. Meistens wird jedoch am Motor der Ape Hand angelegt: Es gibt ganze Ape-Tuning-Treffs, auf denen die aufgemotzten Dreiradler stolz präsentiert werden.

Der Fendt
Auf Südtirols Straßen kann es schnell vorkommen, dass man auf 30 km/h herunter bremsen muss, weil man einen Traktor (der Marke „Fendt“) vor sich hat. Vor allem im Herbst ist hier die Gefahr hoch, denn da transportieren sie Südtirol Bauern ihre frisch geklaubten Äpfel.

Südtiroler Bauern tragen eine traditionelle Uniform; und zwar den blauen Schurz.
Doch warum genau ist der Schurz blau?

Dafür müssen wir ein wenig ausholen: Ursprünglich war es ein weißer Leinenschurz, bis Baumwolle und die Farbe „Blau“ sich als Symbole des Wohlstands durchgesetzt haben.
So färbte man den Schurz mit blauer Farbe ein, die mit Indigo und Urin hergestellt wurde.
In Südtirol wurde der blaue Schurz zum Zeichen für bäuerliche Identität und hat deshalb seit jeher eine große Bedeutung für die Südtiroler Bauern. Die Bauernbuben bekamen am ersten Schultag ihren ersten Schurz.

Die Bauern tragen den Schurz nicht nur aufgrund seines Symbolgehalts – er ist für die landwirtschaftliche Arbeit vielseitig praktisch: Er dient zum Schutz der Kleidung, als Säsack, als Hand- und Schweißtuch oder als Aufbewahrungsort für Rebschere und Handy.

Wenn Sie einem Südtiroler Bauern begegnen, achten Sie einfach darauf, ob der rechte Zipfel hochgesteckt ist. Mit dieser Geste zeigen die Bauern, wann Feierabend oder Ruhetag ist.

Quelle: Righi, Luisa /Wallisch, Stefan (2017): Südtirol Verstehen. Wieso ist der Schurz blau? (2. Aufl.). Folio Verlag, Wien, S. 81.

Die Südtiroler „Marend“ ist eine nachmittägliche Zwischenmahlzeit, die meistens aus Speck, Käse, Schüttelbrot, Kaminwurzen und einem leichten Glas Wein besteht.
Es ist eine kleine Pause am Nachmittag, bei der die ganze Familie zusammensitzt und sich für den Rest des Tages stärkt.

Der Brauch stammt vor allem von Früher, wo der Südtiroler Alltag noch von harter Feldarbeit geprägt war. Inzwischen verzehrt man hier zur „Marend“ auch mal ein Nutellabrot oder einen Kuchen mit Kaffee.

Quelle: Righi, Luisa /Wallisch, Stefan (2017): Südtirol Verstehen. Was ist eine Marende? (2. Aufl.). Folio Verlag, Wien, S. 83.

 

In die Alltagssprache deutschsprachiger Südtiroler haben sich italienische Begriffe eingeschlichen, die gerne zur Beschreibung unliebsamer Situationen ausgepackt werden.
Man bedient sich hier reichlich an diesem italienischen Fluch-Vokabular. Darunter befinden sich einige harmlose Formulierungen, wie zum Beispiel:

  • Santa pazienza – Heilige Geduld
  • Mammamia/Ma dai – Ehrlich jetzt?
  • Dai dai – Mann oh Mann
  • Ospele/ostia – Oha/Ups
  • Dio buono – Grundgütiger Herr

Must-Knows: Wissenswertes über Südtirol

Südtirol bietet nicht nur Berge und Bäume, sondern auch besondere Bräuche und zu bestaunende Spektakel. 
Klicken Sie hier durch fantastische Fakten und lernen Südtirols Traditionen, Gewohnheiten und Bräuche kennen, die Sie bei Ihrer Südtirol Reise auskosten können.

Während Deutsche zwei kuschelige Federbettdecken haben (jeder eine für sich), stecken Italiener meistens zusammen unter einer Decke.
Sie teilen sich eine Matratze, ein Laken und eine gemeinsame Decke, die am Matratzenende festgeklemmt wird.
Ein Deutscher, der diese Praktiken nicht gewohnt ist, wird beim Italien-Urlaub mit Beinschlagen und aller Kraft verzweifelt versuchen, die Decke aus der Klemme zu befreien.

Tagsüber wird in italienischen Haushalten das gesamte Bett vom Kissen bis zum Zipfel von einem Überwurf abgedeckt. Sie sehen schon: Das Bettmachen und das BettENTmachen in Italien bedeuten Mühe und Not.

Seit 2009 sind die Dolomiten ein UNESCO-Weltnaturerbe.
Die stolzen Berge von atemberaubender Schönheit verdanken ihren Namen ihrem Entdecker: Dem französischen Adeligen „Déodat de Dolomieu“. Er war ein begeisterter Geologe und Abenteurer, der um 1790 „die bleichen Berge“, so wurden die Dolomiten damals genannt, erkundete und erforschte.

Wie sind die Dolomiten entstanden?
200 Millionen Jahre dauerte der Entstehungsprozess der Dolomiten. Das Aufeinandertreffen der Erdplatten, Vulkanausbrüche, Korallenriffe und Meeresablagerungen brachten die Dolomiten in ihre heutige Form.
Bis über 3.000 Meter Meereshöhe ragen die prächtigen Gipfel heute empor.

Quelle: Righi, Luisa /Wallisch, Stefan (2017): Woher haben die Dolomiten ihren Namen? (2. Aufl.). Folio Verlag, Wien, S. 11.

Im Dolomitenraum gibt es ein wunderschönes Phänomen: Das Alpenglühen – Enrosadira.
Die Abendsonne lässt den Rosengarten, die Gebirgskette östlich von Bozen, rot aufglühen und in seiner farbenfrohen Pracht erstrahlen. Es scheint fast so, als würde ein Scheinwerfer auf den Rosengarten gerichtet werden und ein magisches Naturschauspiel eröffnen, von dem man seinen Blick nur schwer abwenden kann.

Hinter dem Alpenglühen-Phänomen versteckt sich eine spannende Südtiroler Sage.
Es geht um einen erbosten Zwergenkönig der die roten Rosen, die auf dem Berg wachsen mit einem Fluch belegte: Weder bei Tag noch bei Nacht sollten die Rosen für jemanden sichtbar sein. Der Zwerg vergaß in seinem Zauber jedoch die Abenddämmerung zu erwähnen, und deshalb  erstrahlen die prächtigen Rosen bis heute jeden Abend bei Sonnenuntergang.

Im Reschensee in Obervinschgau steht eine Kirche im See. Nur der Turm ragt über die Oberfläche.

Ihr Anblick erinnert ein wenig an die versunkene Stadt „Atlantis“ und ist in ihrer Geschichte gar nicht so verschieden: Im Jahre 1950 wurde das Bergdorf Graun, Teile von Reschen, mehrere Weiler und 520 Hektar Boden für die Stromerzeugung geflutet. Die Bewohner wurden zwangsenteignet, zur Aussiedlung gezwungen und 193 Häuser wurden abgerissen.

Heute ragt nur mehr der denkmalgeschützte Turm der Kirche Hl. Katharina aus dem Wasser und gilt südtirolweit als eine der beliebtesten Attraktionen.

Quelle: Righi, Luisa /Wallisch, Stefan (2017): Südtirol Verstehen. Warum ragt ein Kirchturm aus dem Reschensee? (2. Aufl.). Folio Verlag, Wien, S. 17.

Das Vinschgau zählt zu den trockensten Tälern im Alpenraum, da es von hohen Bergen umschlossen ist, die Wolken und Regen abhalten.
Somit hatten die Bauern keine andere Wahl, als sogenannte Waale zu errichten: Bewässerungskanäle, die das Gletscherwasser zu den wasserbedürftigen Wiesen und Feldern leiten.

Entlang dieser kleinen Bäche führen heute die wunderbaren Waalwege, die zu den beliebtesten Spazierwegen in Südtirol gehören. Sie verlaufen meistens eben und begleiten Ihren Spaziergang mit beruhigendem Wasserplätschern.

Ötzi, der Mann aus dem Eis, ist der bekannteste Südtiroler und eine 5.300 Jahre alte Gletschermumie, die in den Ötztaler Alpen gefunden wurde. Er ist damit eine der ältesten menschlichen Mumien überhaupt und kann heute in Bozen im Ötzi-Museum betrachtet werden.

Der Südtiroler Reinhold Messner ist einer der bekanntesten Extrembergsteiger der Welt. Er und Peter Habeler erklommen als erste Menschen den Mount Everest ohne Zuhilfenahme von Flaschensauerstoff. Messner bezwang als erster Mensch alle vierzehn Achttausender-Gipfel.

Wenn es um berühmte Südtiroler geht, darf im Moment einer nicht fehlen: Jannik Sinner.
Der ursprüngliche Ski-Profi, jetzt Tennisstar, aus Innichen belegt aktuell Platz zwei der Tennis-Weltrangliste und ist weltweit in aller Munde.

Nach dem ersten Weltkrieg wurde Südtirol im Friedensvertrag Italien zugesprochen. Davor gehörte Südtirol zu Österreich-Ungarn.
Das Gebiet „Südtirol“ umfasst den oberen Einzug des Flusses Etsch, weshalb Südtirol im Italienischen mit „Alto Adige“ (Hohe Etsch) übersetzt wird.

Italien fing an seinen neuen Bestandteil zurecht zu zupfen und anzupassen: Die Bevölkerung sollte die italienische Sprache lernen und die Ortsnamen wurden ins Italienische übersetzt. Daher findet man in Südtirol immer zwei Namen auf den Ortsschildern: Einmal Deutsch und einmal Italienisch.

Wetterkreuze trifft man in Südtirol sehr häufig an. Es handelt sich dabei um Kreuze mit drei Querbalken, deren Form womöglich auf den heiligen Silvester (Schutzpatron für Ernte und Tiere) zurückzuführen ist, der traditionell mit einem solchen Kreuzstab dargestellt wird.

Wetterkreuze wurden an freien, gut sichtbaren Stellen errichtet, wo sie, laut Volksglaube, erntevernichtendes Unwetter fernhalten.

Was ist das Herz-Jesu-Feuer?

Im Juni erstrahlt in den Südtiroler Bergen ein Lichtermeer aus unzähligen Feuern in Form von Herzen und Kreuzen und Kreuzen mit Herzen.

Die Tradition des Herz-Jesu-Sonntages geht auf ein Ereignis in 1796 zurück: Die französischen Truppen nahten heran und die Tiroler weihten Tirol dem heiligen Herzen Jesu und baten so um göttlichen Beistand.

Das Gelöbnis wird in Südtirol seither durch das Entzünden von Flammen an den Bergen und Hängen  jährlich erneuert.

Können alle Südtiroler Deutsch und Italienisch?

Deutsch und Italienisch sind in Südtirol gleichwertige Amtssprachen, in Gröden und im Gardertal zählt dazu auch das Ladinisch.
Alles wird zweisprachig organisiert: Vom Ausweisdokument bis zu den Starßenschildern. Öffentliche Bedienstete müssen beide Sprachen „Deutsch und Italienisch“ beherrschen.

Von südtirolweit perfekter Zweisprachigkeit kann hier nicht die Rede sein, denn die meisten Südtiroler erlernen die jeweils andere Sprache erst in der Schule. Sie wachsen also nicht mit beiden Sprachen auf und müssen Grammatik, Stil und Satzbau erst erlernen.
Dabei ist zu ergänzen, dass das Erlernen der deutschen Sprache für Italiener und der italienischen Sprache für Deutsche kein Zuckerschlecken ist. Bei den Fällen, den Zeiten und den Vokabeln ist sowohl mancher italienischer als auch deutscher Südtiroler schon verzweifelt vor dem Lehrbuch gesessen.

Südtirol ist das Reich der Äpfel:  Mit 18.500 Hektar befindet sich hier das größte zusammenhängende Obstbaugebiet Europas.

Durch die teilweise Trockenlegung der Etsch im 19.Jh., stand ein sehr fruchtbarer Boden zur Verfügung, der für den Apfelanbau die besten Voraussetzungen bat. Dank bestem Boden und mildem Klima reiften saftige, knackige Äpfel im süßen Geschmack rot, gelb und grün heran.

Südtiroler Äpfel sind ein wahrer Geschmacksgenuss und von hoher Qualität – Die Folge? Das Apfelgeschäft boomte! Die Plantagen wurden immer weiter ausgebaut und mittlerweile ist Südtirol ein wahres Reich der Äpfel, in dem der Apfelanbau über 50 % der landwirtschaftlichen Wertschöpfung ausmacht. Im Jahr werden bis zu 1 Million Tonnen Äpfel geerntet.

Was macht man beim Törggelen?

Das Törggelen ist ein saisonaler Südtiroler Brauch, der sich jedes Jahr im Herbst wiederholt.
Ein Genuss-Highlight, das viele kulinarisches Besonderheiten bereithält, wie zum Beispiel Kastanien mit Butter, Rippelen, Hauswurst, Krapfen, Suser und Sauerkraut.

Das Törggelen erleben Sie in speziellen Südtiroler Gasthöfen, den Südtiroler Kellern, die mit steinigen Gemäuern und sanft-rauchigem Duft eine besondere Atmosphäre schaffen.
Hier gilt: Je früher Sie Ihren Tisch reservieren, desto besser – denn die Plätze sind im Herbst schnell ausgebucht.

Was das Törggelen dabei ausmacht, sind einerseits natürlich die tollen, lokalen Speisen von der Wurst bis zum gestilltem Durst, andererseits zählen hier vor allem das vergnügliche Beisammensein, das Gelächter und die lustigen Geschichten, die der Hans wieder zu erzählen hat.

Südtirol ist vielseitig: Für jeden Geschmack ist hier etwas dabei. Sportverliebte und Kulturbegeisterte kommen allesamt auf ihre Kosten.
Umso schwieriger ist es den schönsten Ort in Südtirol zu küren. Sei es auf dem Berg oder im Tal, ein atemberaubender Ort jagt hier den nächsten.

Einen persönlichen, exklusiven Geheimtipp geben wir Ihnen dennoch mit: Zwischen Meran und Bozen befindet sich ein wunderschöner Ort, der leicht zu erreichen ist und ein unglaubliches Naturschauspiel für Sie bereithält: Die Saltener Lärchenwiesen.

Hoch über dem Etschtal erhebt sich der Saltener Tschögglberg – ein langgezogener, ebener Höhenrücken, der für seine gemütlichen Wege durch weite Wiesen mit hohen Lärchen und traumhaftem Panorama bekannt ist.
Vor allem im Herbst sind die Saltener Lärchenwiesen wortwörtlich ein Highlight: Die Lärchen glühen in rot und orange, zwischen Ihnen glitzern die weißgepuderten Gletscherspitzen, ein wunderbares Bergpanorama: Und für Sie ein garantiert einzigartiges Wander-Erlebnis.

Neben dem Apfelmeer liegt in Südtirol ein Traubensee, der zur Produktion köstlicher Weinsorten angebaut wird.
Frischer, süßer und herber Wein wird hier von Südtiroler Winzern und Winzerinnen für den weltweiten Vertrieb produziert.

Deshalb treffen Sie hier in den Weinanbaugebieten (z.B. Kaltern, Meran, Vinschgau usw.) auf unzählige Weinreben die hier auf Höhenlagen zwischen 200 und 1000 Metern gedeihen. Etwa zwanzig Rebsorten gibt es in Südtirol, wozu beispielsweise Lagrein und Vernatsch gehören.

In Südtirol finden Sie unten Palmen und oben Almen.
Wenn man mediterran und alpin zusammenmischt kommt Südtirol heraus. Das erkennen Sie bereits an der Küche, die das Beste aus Norden und Süden vereint, oder am südlichen Dolce-Vita-Flair, den Sie erleben, wenn Sie auf der Piazza in der warmen Sonne Ihren Veneziano genießen.

Die Vielseitigkeit der italienischen Genussregion „Südtirol“ wird Sie faszinieren! Hier wird es sportlich, historisch, entspannend und kulinarisch. Romantische Schlendereien, feiner Vino und befreiende Bergtouren stehen an der Tagesordnung.